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Uetendorf Dorfstrasse 5

Neue alte Farbigkeit

Das Gasthof Krone zeigt sich nach der geglückten Fassadensanierung wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit. Was Abgase und Witterung jahrzehntelang verdeckt hatten, brachte erst eine restauratorische Untersuchung ans Licht.

Der Gasthof Krone zeigt sich nach der geglückten Fassadensanierung wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit (Foto: Christian Helmle).

Der Gasthof Krone liegt an einer dicht befahrenen Strassenkreuzung. Das hatte Folgen für sein Erscheinungsbild: Die Riegfassade zeigte sich über die Jahre vorwiegend in zurückhaltenden Schwarz-, Grau- und Brauntönen – ein Ergebnis von Verkehrsemissionen und Witterungseinflüssen. Dass das Gebäude ursprünglich ganz anders ausgesehen hatte, zeigte erst der Befund des Restaurators. Dieser legte frei, was der Schmutz verborgen hatte: auffallend lebhafte Farben. Auf Grundlage dieser Untersuchung stellte man die ursprüngliche Farbigkeit mit Öl- und Mineralfarbe wieder her.

Neben der kräftigen Farbgebung bereichern Malereien im Ründihimmel das Erscheinungsbild der Frontfassade. Die kunstvollen Malereien bedurften lediglich einer gründlichen Reinigung, um ihre einstige Leuchtkraft wieder sichtbar zu machen. Auch sie erscheinen nun wieder in ihren ursprünglichen Farben. Das vergoldete Wirtshausschild und die Krone an der Gebäudeecke vervollständigen die Erscheinung und verleihen der Fassade den Glanz der neuen, alten Farbgebung.

Massnahmen

Fassadensanierung, 2025/26

Bauherrschaft: Leder- und Textiltechnologie GmbH P. Bruhin

Restaurator: Roger Tinguely, Steffisburg

Baufachleute: Kilchherr AG Malerei & Gipserei, Thun

Denkmalpflege: Daniel Carvalho de Seixas

Unterschutzstellung: Kanton 1970, Bund 1969

Beiträge: Kanton (Lotteriefonds/SID)

Das Baudenkmal in Kürze

Gasthof Krone von 1790

Der prächtige, zweistöckige Riegbau steht auf einem festen Sockel. An der Nordseite ergänzt ein moderner Saalanbau das Gebäude. Besonders kunstvoll ist die geschwungene Dachunterseite: Sie zeigt am Ründihimmel Sonne, Mond und Sterne. Das kleine Vordach an der Front ist zudem mit Szenen aus der Jagd und dem Dorfleben bemalt. Der frühere Wirtschaftsteil wurde um 1970 umgebaut. Im Erdgeschoss des Saals befindet sich heute eine Bank, die 2006 vergrössert wurde. Die Holzteile des Hauses sind graublau gestrichen, während feine Linien die Wandfelder betonen. Ein Blickfang ist das filigran geschmiedete Wirtshausschild mit einem Adlerkopf und goldener Krone am Schnabel. Der stattliche Bau im Barockstil steht an zentraler Lage und prägt das Dorfbild entscheidend.

  • Bauinventar online

Text: Daniel Carvalho de Seixas

Fotos: Christian Helmle

Fachwerk 2026

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