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Alt und Neu im Dialog

Die umfassende Sanierung war für den langfristigen Erhalt des Bauwerks unausweichlich (Foto: Marcel Hegg).

Wie Menschen vor 250 Jahren lebten und was ihnen wichtig war, zeigt eine bemalte Ründi an einem Emmentaler Bauernhaus. Eine mittelalterliche Kaskadentreppe in der Erlacher Altstadt prägt seit Jahr hunderten das Bild einer ganzen Gasse. Solche Orte sind mehr als Kulisse – sie sind sichtbares Gedächtnis. Bauten erzählen Geschichten.

Mit jeder Sanierung und Erneuerung wird diese Geschichte weitergeschrieben. Heutige Bedürfnisse für die Nutzung müssen in dieser Weiterführung ihren Platz haben. Entwickeln und zugleich bewahren, Altes pflegen und Neues integrieren ist eine spannende Herausforderung. Die Beiträge in dieser Ausgabe zeigen an konkreten Beispielen, wie sie gelingen kann: im Gespräch mit allen Beteiligten, mit Fachwissen – und mit der Bereitschaft, Altes und Neues zusammenzudenken. Ob eine Solaranlage auf dem Dach eines geschützten Ortsbildes oder ein modernes Raum konzept innerhalb historischer Mauern: Es gibt immer Wege, wenn man sie gemeinsam sucht.

Was alle Projekte verbindet, ist das Engagement der Beteiligten. Bauherrschaften, Baufachleute, Denkmalpflege und Gemeinden ziehen an einem Strang. Das braucht manchmal Geduld. Aber das Ergebnis spricht für sich.

Diese Ausgabe lädt ein, genauer hinzuschauen – auf Bauten, auf Handwerk, auf Orte, die Geschichte lebendig halten. Für uns. Und für die nächsten Generationen.

Fachwerk 2026

  • Aktuelle Ausgabe

Barbara Imboden, Kantonale Denkmalpflegerin a.i.

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